Das Beste, was einem passieren kann
Die idyllische Landschaft von Småland hat seit jeher Künstler,
Literaten und Naturliebhaber inspiriert.

Ein Baum reiht sich an den anderen, eine endlose Kette von Fichten, Kiefern und Birken. Manchmal ein See, der bis an die Straße heranreicht, mit Seerosen bestückt wie mit Broschen, weit draußen ein Kräuseln der Oberfläche, als habe jemand einen Stein geworfen, eben gerade, jetzt. Ich fahre von Göteborg nach Vimmerby, auf einer Straße, die Schwedens West- mit der Ostküste verbindet wie ein gigantischer Reißverschluss. Im Radio läuft Popmusik, Big girls don't cry. Auf einer Wiese grasen schwarzköpfige Schafe, verwitterte Granitmauern durchbrechen das Grün. Alle paar Kilometer steht ein Haus, ochsenblutrot, mit weißen Giebeln und Fensterrahmen. An den Straßenecken gelbe Wegweiser: Bullerby, Lönneberga, Vimmerby.
Astrid Lindgren hat diese Gegend geliebt, Småland, wo sie 1907 auf einem Bauernhof nahe Vimmerby geboren wurde. In der Mehrzahl ihrer Romane ist der Ort ihrer Kindheit der Schauplatz. "Falls du je in einem Wald in Småland gewesen bist", schreibt sie, "dann wirst du sofort wissen, wie es ist. Du hörst den Kuckuck rufen und die Amsel flöten, du fühlst, wie weich die Kiefernadeln unter deinen nackten Füßen sind, du siehst, wie weiß die Walderdbeeren auf den Lichtungen blühen."
Als Bronzefigur sitzt sie auf dem Marktplatz von Vimmerby, vor sich eine Schreibmaschine, die Hände neben der Tastatur. Pippi Langstrumpf steht als Schaufensterpuppe im Kaufhaus, Michel- und Ronja-Shirts sind hier zu bekommen, "Restaurang Lindgren" ist auf einem Schild zu lesen, auf einem anderen "Pippi-Hotel". Rot und gelb erhebt sich der Freizeitpark "Astrid Lindgrens Värld" am Rand der Kleinstadt. Ein Paradies für Kinder, weniger für Erwachsene, die ohnehin kaum in die Miniaturhäuser und -burgen passen und eher mit Tante Prusseliese fühlen, die auf einer der Gartenbänke einen Schwächeanfall erleidet.
Wenige Kilometer entfernt, im Museum auf dem Hof ihrer Eltern, sind Fotos von Astrid Lindgren zu sehen und ein Film. Mit ihrer Freundin Elsa Olenius klettert die fast Siebzigjährige um die Wette auf einen Baum. "Schließlich gibt es kein Verbot für alte Weiber, auf Bäume zu klettern!" Sie streicht sich eine Strähne aus dem Gesicht, derselbe Bubikopf, mit dem sie als Teenager die Leute von Vimmerby schockierte und den sie bis zu ihrem Tod vor fünf Jahren trug. Das gleiche Lächeln, immer ein wenig hintersinnig, ein wenig so, als mache sie sich lustig: über sich und die anderen, über die Hysterie, mit der sie verehrt wird.
In diesem November wäre sie hundert Jahre alt geworden. Möglich, dass sie es am Ende ihres Lebens manchmal leid war, die beliebteste Schwedin zu sein, "diese Astrid Lindgren", die sie "so satt" hatte: "Das bin nicht ich, über die sie überall so viel reden, es ist, als handelte es sich um jemand anders." Als ihr 1994 der Alternative Nobelpreis verliehen wird, sagt sie, dass dieser Preis an eine Frau gehe, die halb blind, halb taub und total verrückt sei – keine gute Werbung für Schweden also. Den Preis bekommt sie trotzdem. Angst vor dem Sterben hat sie da schon keine mehr: "Im Gegenteil, nur nicht gerade jetzt. Aber am Samstag würde es mir passen." Einige Jahre zuvor war ihr Sohn Lars gestorben. Sie hatte sich auf den Hof ihrer Eltern zurückgezogen, um zu trauern. "Man muss leben, damit man sich mit dem Tod anfreundet", sagte sie im selben Jahr in einer Fernsehaufzeichnung. Und setzte nach einer Pause sehr leise hinzu: "Glaube ich, tra la la."

Der Weg nach Högsby ist grün gesäumt, der Himmel von Schafwolken gesprenkelt. Drei Jungen stehen auf dem Geländer einer Holzbrücke, sie balancieren, während ein vierter raufklettert, dann springen sie gleichzeitig in den Fluss, mutig wie Lemminge. "Das Greta-Garbo-Museum?", fragt der Tankstellenpächter. "Im Dorfzentrum, nicht zu verfehlen." Er macht eine ungefähre Geste mit der Hand.
Unter Bahnen mit Europawimpeln stehen bunte Holzhäuser, E.M.M.A. heißt das Friseurgeschäft, im Schaufenster einer Bäckerei liegt ein riesiger Krebs aus Hefeteig, eine Sparkasse, ein Blumengeschäft, ein paar Cafés: das ist das Zentrum von Högsby. Vor einem unauffälligen Eckhaus, direkt neben dem Friedhof, steht ein Schild, Greta Garbo ist darauf zu sehen und "Museum" steht da.
Nein, auf der Hand liegt es nicht, dass ausgerechnet hier das weltweit einzige Greta Garbo-Museum ist. Denn geboren wurde Greta Lovisa Gustaffson, wie die Göttliche ursprünglich hieß, in Stockholm, und von einem Besuch in Högsby ist nichts bekannt. Aber ihre Mutter kam aus Högsby und das, so finden die Högsbyer, verbindet.
In einem der drei Räume läuft ein Stummfilm, Greta Garbo ist eher braun als blond, sie ist sehr jung, und sie küsst einen Mann, dessen Schnurrbart aussieht wie zwei kleine Flügel. "Unsichtbare Fesseln", steht im Prospekt, handle von einer modernen Frau zwischen zwei Männern. Irgendjemand hat 'ie' und 'ei' verwechselt, und darum ist zu lesen, dass sie "ihn immer noch leibt", sie sich aufs Neue "ineinander verleiben". Auf den Filmfotos an den Wänden trägt Greta Garbo eine Badekappe, einen Trenchcoat, Bermudas, einmal eine alberne Kapitänsmütze, und immer sieht sie schön aus und ein wenig gelangweilt. Was hätte sie wohl zum Garbo-Senf gesagt? Zum Garbo-Öl, dem Garbo-Sirup? Eine Garbo-Marionette hängt an der Wand, die Augen beschattet von dichten Wimpern. "Allgemein wird gesagt", behauptet das Infoblatt tapfer, "dass viele 'Augenhaare' üblich sind in dieser Gegend."
Im letzten Raum die Fotos der Eltern: das bäuerlich schöne Gesicht der Mutter, die androgynen Züge des Vaters. Das Bild eines Schulzimmers, Greta ist nicht zu erkennen und dann doch: Hübsch und etwas pummelig steht sie in der letzten Reihe und lächelt unsicher. "Vor ihrer ersten Rolle hat sie zehn Kilo abnehmen müssen", verrät mir die Angestellte des Museums. "Dabei blieb es." Eines der letzten Bilder von ihr zeigt sie als alte Frau, in einen Pelzmantel gehüllt, die Augen hinter einer Sonnenbrille verborgen, in einem Supermarkt, irgendwo in New York. Sie ignoriert die Kamera, aber sie muss sie gehasst haben – sie, die schon mit Mitte dreißig keinen Film mehr drehen wollte, weil ihr Gesicht seine puppenhafte Glätte verlor.

"Blow your own bowl" steht am Eingang zur Glasmanufaktur Orrefors. Für 150 Kronen kann man versuchen, das Wunder zu vollbringen: die Materie zu verwandeln wie ein Alchimist, aus Staub Glas zu machen. "Wie wär's?", fragt die Frau an der Kasse. Aber ich habe es bereits probiert: Am Morgen, in einer der kleineren Werkstätten, die Blase war dünn und schillernd wie aus Seifenwasser und zerbrach vor meinen Augen.
Heiß ist es, die Ofentüren stehen offen, Männer in kurzen Hosen und T-Shirts halten lange Stäbe ins Feuer, sie sehen aus wie Heizer auf einem Schiff. Die Fenster sind aufgerissen, gegenüber ist die Galerie zu sehen, in der man Glas in jeder Form kaufen kann, links davon die gläserne "Crystal Bar", neben dem Parkplatz ein Kiosk, an dem es Vanilleherzen und Trollen-Eis zu kaufen gibt. Ein Bus fährt auf das Gelände, Touristen steigen aus und steuern zielstrebig auf die Galerie zu.
"Glasriket" nennen die Schweden diese Gegend zwischen Jönköping und Kalmar, "Glasreich", denn hier gibt es nicht nur die großen Manufakturen Orrefors und Kosta Boda, sondern auch zahllose kleinere Glashütten.
"Was ist das Besondere an der Arbeit mit Glas?", frage ich Anna Ehrner. Sie ist Glasdesignerin, eine der renommiertesten in Schweden. Seit mehr als dreißig Jahren arbeitet sie bei Kosta Boda. Von ihr stammen riesige Vasen mit abstrakten Gravuren, farbenprächtige Lampen, Teller, in denen die Farben in Schlieren herumtoben, ovale Kugeln, aus denen lange, gewundene Glasstengel herausschauen – Spermien?, frage ich, und Anna Ehrner sagt: Spermien.
Das Besondere am Glas sei die Freiheit, erklärt sie, dass man auch nach so vielen Jahren immer noch neue Möglichkeiten entdecken könne, dass es nie langweilig werde. Sie hebt die Schultern und sieht fast ein bisschen ratlos aus: "Ich bin einfach verliebt in das Material."
Im Fall von Astrid Gate ist die Liebe zum Glas wahrscheinlich vererbt. Ihr Großvater, Simon Gate, war ein berühmter Glaskünstler, von ihm stammt die Graaltechnik: ein Rohling in mehreren Farbschichten wird durch Sandstrahlen oder Schleifen mit Ornamenten verziert und erst zum Schluss zur endgültigen Größe gebracht.
Astrid Gate lebt in Rösås, einem Weiler, so klein, dass er auf keiner Karte verzeichnet ist. Zwischen den roten und gelben Holzhäusern liegen Buckelwiesen, auf denen blasse Kühe weiden, in einem Vorgarten steht ein Miniaturhaus für Trolle, ein Mädchen reitet auf einem dicken Haflinger, die Beine zum Spagat gespreizt, um Halt zu finden, irgendwo mäht ein Rasenmäher, sägt eine Säge.
Astrid Gates Haus ist vollgepackt mit Büchern, Bildern, Glasvasen und -schmuck. Die Schildkröte Mel schwimmt neugierig an die Scheibe ihres Aquariums, der faltige Hals gereckt, die schaufelförmigen Beinchen in rascher Bewegung. Früher war Astrid Gate Krankenschwester, Fotomodell, Zöllnerin, heute verdient sie mit dem Verkauf einer ihrer Vasen so viel wie früher in einem Monat. "Vieles inspiriert mich", erklärt sie, "die Natur, zum Beispiel, aber auch Filme", sie zeigt auf eine prächtige Vase, auf Fabelwesen mit spitzen Gesichtern und übergroßen Augen: Aliens.
"Hast du deinen Großvater noch gekannt?" Sie schüttelt den Kopf: Nur seine Kunst; er selbst ist früh gestorben. "Aber meine Großmutter erzählte manchmal von ihm." Sie lacht. "Er hat sie verlassen, sie war nicht gut auf ihn zu sprechen."

"Hytt" heißt Hütte, "Sill" heißt Hering. "Hyttsill" müsste demnach so etwas wie ein "Hüttenhering" sein. Die Tradition stammt aus einer Zeit, als die Glashütten noch Treffpunkt der Gegend waren, als sich Arbeiter, Landstreicher, Jäger aus den umliegenden Wäldern abends in der Werkstatt trafen, um zu essen.
Drei Reisebusse stehen vor der Glashütte von Kosta Boda. Ach, so ist das, denke ich, und genau so ist es dann auch.
Im Kühlrohr, in dem tagsüber das Glas langsam abkühlt, werden Heringe, Kartoffeln und Griebenwurst gebraten. Die Amerikaner beißen tapfer in die salzige Wurst, zwei Gitarristen singen schwedische Lieder, es geht um einen Vogel, flyga, flyga, flyga, ein paar Männer flattern mit den Armen, die Melodie ist vertraut, ein Weihnachtslied, die dänische Reisegruppe singt am lautesten, sie schunkeln, die Deutschen machen kurz mit und weigern sich dann. "Jetzt", erklärt die Moderatorin, als zwei Glasbläser die Bühne betreten, "kommt der Höhepunkt des Abends." Rot leuchtet der Glasball, verändert seine Form, wird rund, dann lang, eine Schale entsteht, die plötzlich flach und zu einem Teller wird, es ist sehr still in der Glashütte, die Japanerinnen mit den Flechtezöpfen starren auf den Ofen, sie haben aufgehört zu kichern.

Ich stehe vor der steilen Treppe, die zum Eingang von Schloss Teleborg hochführt, zwei steinerne Löwen heben ihre Tatzen, im Hintergrund ist ein Zipfel des Parks zu sehen, eine verlassene schmiedeeiserne Gartenbank, Trauerweiden. Soeben habe ich erfahren, dass ich ganz alleine im Hotel sein werde, und jetzt finde ich, es wäre besser gewesen, das nicht zu wissen.
Schloss Teleborg war 1900 das Hochzeitsgeschenk des Grafen Gustav Bonde für seine Frau Anna, die das Präsent nur wenige Jahre nutzen konnte, bevor sie starb. Heute dient das Schloss, am Rande der Universitätsstadt Växjös gelegen, als Hotel und Kongresszentrum.
In der Nacht lausche ich auf Schritte, doch entweder schlucken die weichen Teppiche jedes Geräusch oder ich bin tatsächlich der einzige Gast im Schloss. Der Park liegt dunkel und still unter meinem Balkon, ganz in der Nähe muss der See Trummen sein, tintenschwarz wie die Nacht, die ihn verschluckt, ich schließe die Doppelfenster, rüttle ein-, zweimal daran, im Fernsehen ist Richard Gere zu sehen, und irgendwie ist das tröstlich.
Am frühen Morgen laufe ich durch Växjö, vorbei am roten Dom mit seiner markanten Doppelspitze, vorbei am Pub The Bishops Arms, in dem sich am Vorabend die Studenten gedrängt haben, zum Glasmuseum, das, so verrät ein Plakat, eine Ausstellung anlässlich des Carl von Linné-Jahres zeigt. Unter der weißen Lockenperücke ein strenges Gesicht, eine Blumenranke in der Hand, "Mr Flower Power", steht in einer Ecke des Plakats.
Das Ding sieht aus wie ein Paternoster oder ein geräumiges Vogelhäuschen: Auf vier hohen gedrechselten Beinen ein Kasten, ein Guckloch auf jeder Seite, dickes, gewölbtes Glas, das, hält man das Auge daran, plötzlich Pflanzen zeigt, einen winzigen Wald im Kasteninneren. Zerbrechliche Blumen liegen auf Tischen, auf einem Podest steht ein riesiger Kaktus mit roten Glasstacheln, Blätter aus perforiertem Glas schwimmen auf einem aufgemalten Teich. "Die Künstler haben sich durch Carl von Linné inspirieren lassen", erklärt der Experte Björn Arfvidsson die Ausstellung. "Sehen Sie hier." Er zeigt auf eine Reihe von Glasblüten: "Monogame, Bigamisten, Polygamisten."
Es ist Linné, dem "Kanzleibeamten Gottes", dem "größten Botaniker", wie er sich selbst nannte, zu verdanken, dass die Fortpflanzung der Blumen so menschliche Züge annahm. Je nachdem, wie viele Staubblätter (männliche Geschlechtsorgane) und Stempel (weibliche) zusammentrafen, erklärte er die floralen Liebesverhältnisse. "Ehemann und Ehefrau erfreuen sich desselben Gemachs" – bei je einem Staubblatt und Stempel – wurde allgemein akzeptiert. Die Erklärung "zwanzig Männer und mehr in demselben Bett mit einer Frau", angesichts der unschuldigen Gruppierung mehrerer Staubblätter um einen Stempel, ging den meisten seiner Kollegen aber zu weit. Wobei es allzu lauten Kritikern passieren konnte, sich als neu entdecktes Unkraut in Linnés Pflanzenverzeichnis wiederzufinden.
Berühmt ist der vor genau dreihundert Jahren auf einem Bauernhof nahe Växjö geborene Linné jedoch, weil er es war, der die bis heute gültige binäre Nomenklatur als Benennungssystem für Flora und Fauna einführte. Aus der "Grossularie mit den vielen Einzelbeeren, auch genannt dornenlose rote, oder auch Ribes für den medizinischen Gebrauch" wurde so die "Ribe rubrum" – die rote Johannisbeere. Aus dem "runden hoch-rothen Marien-Kefer mit schwarzen Puncten" wurde der "Coccinella septempunctata" – der Siebenpunkt-Marienkäfer. 
Auf dem Gelände seines Geburtshauses in Råshult ist neben einem Nutz-  auch ein Ziergarten angelegt. Linnés Vater Nils, ein Pfarrer, hatte anhand der Pflanzen eine Tafelrunde dargestellt, wobei er den Damen üppige, aber niedrige Blumenstauden, den Männern eher hochgewachsene Gewächse zuordnete. Sich selbst sah er im Mandelbaum verkörpert, umgeben von Walderdbeeren, für die er eine Vorliebe pflegte. Überraschend, dass auch sein Sohn, der in anonymen Rezensionen seine eigenen Publikationen schon mal als unerreichte "Meisterwerke" feierte und sich selbst in direkter Arbeitsteilung mit Gott verortete – "Gott erschafft, Linné ordnet" –, eine eher unauffällige Pflanze zu seinem persönlichen Liebling erkor: das Moosglöckchen, dessen wissenschaftlicher Name – Linnaea borealis – auf ihn zurückgeht.

Wenn man den direkten Weg nach Göteborg nimmt – von Växjö nach Jönköping, von da weiter auf der A 40 nach Göteborg – ist es schwer sich zu verfahren. Das kann man nur, wenn man abweicht von der Route, um in einem der Dörfer einen Kaffee zu trinken, in einem Kramladen gestreifte Drops, Kandiszuckerstengel und nach Honig duftende Seife zu kaufen oder um durch die Nadelwälder zu streifen und nach Moosglöckchen zu suchen. Man muss genau schauen: An einem zierlichen Stengel, so stramm, als drückten die Blumen den Rücken durch, sitzen zwei nickende Blütenköpfe in zartem Rosa, sehr bescheiden, sehr rechtschaffen, schön erst bei näherer Betrachtung. Zwischen den Büschen blitzt ein See, zwei Enten durchpflügen das Wasser, verschwinden mit leisem Rascheln im hohen Schilf, mit jeder Wolke, die vorüberzieht, ändert sich das Licht, wird matt, strahlend, rotgolden. Die Straße liegt irgendwo hinter den Bäumen. Sich ein wenig zu verlaufen, ist jetzt nicht mehr schwer. In diesem Fall ist es das Beste, was einem passieren kann.