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Unaufgeregt und aus kühler Distanz, aber mit
beträchtlichem Gespür für die zahlreichen Möglichkeiten und Nuancen
des Scheiterns verwickelt Mingels ihre Figuren in asymmetrische Lebens-
und Liebeskonstellationen. Nicht von Glück und Versöhnung erzählt
Annette Mingels in ihrem knappen, aber eindringlichen Buch, sondern vom
Leben im Scheitern - und vom Bemühen, sich dennoch aufrecht zu halten.
Nach dem subtil konstruierten Roman "Die Liebe der Matrosen" hat Annette Mingels mit "Der aufrechte Gang" eine weitere Versuchsanordnung über die Vergeblichkeit der Liebe und die Tücken des Begehrens geschrieben....Aufwühlend. Sabine Löhr, FAZ Dass Annette Mingels meisterlich und unpathetisch vom Verschwinden
der Liebe erzählen kann, hat sie bereits in ihrem letzten Roman,
"Die Liebe der Matrosen" gezeigt. "Der aufrechte
Gang" überzeugt, weil er auf der Oberfläche zufälliger
Begegnungen eine geheime Logik verortet. Ohne aufdringlich zu
psychologisieren, hat Mingels ein kleines Kunststück vollbracht: Die
alte Geschichte der Liebe als fortlaufenden Wechsel von Symbiose und
Trennungserfahrung zu schildern, an der man unschuldig partizipiert. Sprachlich klar, ruhig und gleichmäßig, zieht
Mingels Kreise und Schleifen durch ein halbes Leben und verleiht ihrer
Figur zwischen den Stereotypen der jung geheirateten Blonden und der
älteren Geliebten Tiefe und ihrer Erzählung subtile Spannung. "Der aufrechte Gang" ist ein fein komponiertes Werk über scheiternde Liebe und (Frauen-)Freundschaft, über Tod, Trauer und die Angst vor dem Altern, verfasst in einer kühlen und doch bewegenden Sprache. Berner Zeitung, 6. April 2006 Max, April 2006 Annette Mingels nähert sich in ihrem dritten Roman großen Themen
wie Liebe und Tod mit erschütternd klarem Blick.
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