Unaufgeregt und aus kühler Distanz, aber mit beträchtlichem Gespür für die zahlreichen Möglichkeiten und Nuancen des Scheiterns verwickelt Mingels ihre Figuren in asymmetrische Lebens- und Liebeskonstellationen. Nicht von Glück und Versöhnung erzählt Annette Mingels in ihrem knappen, aber eindringlichen Buch, sondern vom Leben im Scheitern - und vom Bemühen, sich dennoch aufrecht zu halten.
Doris Plöschberger, Tages-Anzeiger

Nach dem subtil konstruierten Roman "Die Liebe der Matrosen" hat Annette Mingels mit "Der aufrechte Gang" eine weitere Versuchsanordnung über die Vergeblichkeit der Liebe und die Tücken des Begehrens geschrieben....Aufwühlend.
Michael Braun, Basler Zeitung

Man kann sich (...) vorstellen, dass die Autorin sehr aufrecht sitzend schrieb, mit lang nach vorn gereckten Armen, als wolle sie ihren Figuren nicht zu nahe kommen, ganz distanzierte Beobachterin des von ihr dirigierten Marionettentheaters. Und das Außen akribisch darzustellen gelingt ihr in einem ganz eigenen, ernsten, getragen fließenden Rhythmus.
Sabine Löhr, FAZ

Dass Annette Mingels meisterlich und unpathetisch vom Verschwinden der Liebe erzählen kann, hat sie bereits in ihrem letzten Roman, "Die Liebe der Matrosen" gezeigt. "Der aufrechte Gang" überzeugt, weil er auf der Oberfläche zufälliger Begegnungen eine geheime Logik verortet. Ohne aufdringlich zu psychologisieren, hat Mingels ein kleines Kunststück vollbracht: Die alte Geschichte der Liebe als fortlaufenden Wechsel von Symbiose und Trennungserfahrung zu schildern, an der man unschuldig partizipiert.
Anja Hirsch, WDR

Sprachlich klar, ruhig und gleichmäßig, zieht Mingels Kreise und Schleifen durch ein halbes Leben und verleiht ihrer Figur zwischen den Stereotypen der jung geheirateten Blonden und der älteren Geliebten Tiefe und ihrer Erzählung subtile Spannung.
Kulturnews

"Der aufrechte Gang" ist ein fein komponiertes Werk über scheiternde Liebe und (Frauen-)Freundschaft, über Tod, Trauer und die Angst vor dem Altern, verfasst in einer kühlen und doch bewegenden Sprache. 

Berner Zeitung, 6. April 2006

Annette Mingels verzichtet auf schale Tricks. Sie macht keine Witzchen, und sie weigert sich, ihre Anliegen hinter einer Fassade aus vordergründiger Leichtigkeit und Ironie zu verschleiern...ein Leseerlebnis!

Max, April 2006

Annette Mingels nähert sich in ihrem dritten Roman großen Themen wie Liebe und Tod mit erschütternd klarem Blick.
Amica